DIE LEGENDE DES HUSKYS
Es war einmal ein grauer Wolf Namens Wolk, der in den Mond Verliebt war. Alle Abende heulte er ihm seine Leidenschaft und seine Hoffnungslosigkeit mit soviel Kraft und Emotion entgegen, auf dass diese Liebe gegenseitig werde. Die Sonne der Nacht beschloss, Wolk auf der Erde zu treffen. Während vieler Monate, liebten sie sich Leidenschaftlich, aber nach einer gewissen Zeit wurde der Mond an den Himmel zurückgerufen. Die Frucht ihrer liebe gab einen jungen Hund, den Husky. Dieser ähnelte nicht wirklich dem grauen Wolf, er war kleiner. Von seiner Mutter erbte er den Schwanz in Form eines Halbmondes, seine schwarze, silberne Farbe und die blauen Augen erbte er von seinem Großvater, dem Himmel.
DIE 10 BITTEN EINES HUNDES AN DEN MENSCHEN
1.)Mein Leben dauert 10-15 Jahre. Jede Trennung von dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, eh Du mich anschafst.
2.)Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.
3.)Pflanze Vertrauen in mich, ich lebe davon.
4.)Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein!! Du hast deine Arbeit, dein Vergnügen, deine Freunde, ich habe nur DICH.
5.)Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.
6.)Wisse, wie immer an mich gehandelt wird, ich vergesse es nie
7.)Bedenke, eh Du mich schlägst, das meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knochen Deiner Hand zerquetschen, das ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.
8.)Eh du mich bei der Arbeit schimpfst, bockig und faul, bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder habe ein verbrauchtes Herz.
9.)Kümmere Dich um mich wenn ich alt werde - auch du wirst einmal alt sein.
10.)Geh jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: ""ICH KANN SO WAS NICHT SEHEN"" oder ""ES SOLL IN MEINER ABWESENHEIT GESCHEHEN"" Alles ist leichter für mich mit DIR!!! Auch wenn du einmal von Erden gehst möchtest du dein letzten Gang nicht alleine sein.
MANN SAGT; EIN KLEIN WENIG HUND STECKT IN JEDEM
HUSKY
Fragt sich nur, wo genau dieses Stückchen Hund wohl stecken mag. Huskys bellen
eher selten, doch sie heulen, mit Hingabe. Schützen und Bewachen sind
instinktive Verhalten eines Hundes, Ihr Nordischer findet selbst einen
Einbrecher sympathisch. Und versuchen Sie mal "bei Fuß". Wir sprechen hier von
einem Schlittenhund, zum Ziehen geboren!
ERWARTEN SIE RUHIG DIE PFOTEN AN DER STIRN
Ein Husky ohne Leine ist in der Regel weit vor dieser Staubwolke, der Sie gerade
folgen. Rennen Sie nicht hinterher. Es ist zwecklos, 2fast4you. Machen Sie sich
besser auf einen längeren Aufenthalt im Freien an exakt dieser Stelle gefasst.
Sichelschwanz kommt wieder, irgendwann. Normalerweise! Denken Sie aber auch an
die Herrschaften mit der Schrotflinte. Die mögen keine Konkurrenz im Revier.
VIELLEICHT LASSEN SIE DEN KARABINER DOCH EINGEHAKT???
Sitz, Platz - kein Problem, vorausgesetzt die Beute stimmt. "Hier, hierhin, komm
hierher, wirst du wohl sofort hierher kommen?" Jetzt haben Sie ein Problem.
Hätten Sie einen Hund, wäre das Tier umgehend bei Ihnen. Sie aber wollten ja
einen Husky. Machen Sie sich also bitte nicht zum Gespött der Leute. Lassen Sie
das Getue, wenn die Nase Ihres Energiebündels gerade akribisch den Boden
inspiziert oder seine extrem aufrechte Haltung Böses ahnen lässt. Im letzteren
Fall greifen Sie - wenn möglich, weil gerade zufällig in der Nähe - sofort ins
Geschirr oder Halsband. Sonst stehen Sie Sekunden später allein da - und dann,
siehe "Husky ohne Leine".
UND NOCH ETWAS; SCHREIEN SIE IHREN HUSKY NIEMALS AN
Sie haben ein hochintelligentes und sehr sensibles Lebewesen vor sich, das
ausgezeichnet hören kann! - Die Betonung liegt auf kann. Schreien bewirkt rein
gar nichts, Sie ruinieren lediglich Ihre Stimme und das Fitzelchen mühsam
erworbene Autorität. Sehr viel Respekt können Sie von den Nordischen ohnehin
kaum erwarten, also setzen Sie das Wenige nicht auch noch auf's Spiel.
ANGELEINT WERDEN SIE MIT GANZ ANDEREN HERAUSFORDERUNGEN KONFRONTIERT
Schlittenhunde ziehen, und zwar ordentlich. Spazieren gehen trifft den Ausflug
mit Ihrem Husky keinesfalls. Sie werden ausgesprochen zügig unterwegs sein, im
wahrsten Sinn des Wortes. Vermeiden Sie unbedingt Begegnungen mit Hühnern,
Schafen, Katzen, Hasen…
Und besorgen Sie sich gute Schuhe, damit Sie einen festen Stand haben, falls Sie
doch auf Hühner, Schafe, Katzen oder Hasen treffen.
WO ALSO IST ER; DER HUND IM HUSKY???
Schauen Sie genau hin! War da nicht gerade so ein gefährlich faszinierendes
Funkeln in diesen unglaublich leuchtenden Augen? Ist es vielleicht doch eher der
Wolf im Husky, der Sie mit hypnotischem Blick in seinen Bann zieht? Ganz sicher
ist nur das Eine: SIE HABEN EIN TRAUMHUND!!!!!
TROTZ ALLEM SOLLTEN SIE AUCH EIN HUSKY VERSUCHEN VON KLEIN AUF AN ZU ERZIEHEN: LERNUNFÄHIG GEBOREN IST VON DEN HUNDEN BESTIMMT KEINER!! DUMM GELASSEN WERDEN DAGEGEN VIELE... MÖGLICH IST ALLES UND EIN PAAR KOMMANDOS WIRD AUCH DER HUSKY BEHERRSCHEN WENN MAN IMMER WIEDER MIT LIEBE DARAN ARBEITET!!!!
STUBENREIN.
Regelmäßiges
Füttern und in gleichmäßigen zeitlichem Abstand zum Füttern "Gassi" gehen,
verbunden mit ausgesprochen viel Lob für ein Häufchen, oder auch "Spritzer".
Anfänglich vielleicht alle zwei Stunden, auch nachts. (maximal 2 Tage und 1
Nacht). Da aber Hunde die Angewohnheit haben einen zuvor bereits benutzten Platz
einem Neuen vorzuziehen, wird diese Methode nur wirken, wenn Sie zuvor ALLE
bisher in der Wohnung benützten Stellen ordentlich mit Seifenlauge auswaschen,
mit klarem Wasser Nachwaschen und zum Schluss nicht mit Essig sparen, wenn Sie
diese "Lieblingsplätze" "geruchsfrei" machen.
Sie werden merken, wenn Sie Ihren neuen Liebling genau beobachten, dass er
immer, bevor er koten oder urinieren möchte, mit der Nase auf dem Boden
schnüffelnd, zwei oder drei Kreise um die eigene Achse dreht und nach der
richtigen Stelle sucht. Genau in diesem Moment sagen Sie "Pfui" oder "Nein",
nehmen ihn auf den Arm und setzen ihn auf eine Wiese oder dem Bereich, wo er
künftig seine "Geschäfte" machen soll, wieder ab. Wenn dann die Notdurft
verrichtet ist, hocken Sie sich zum Liebling der Familie her runter und loben ihn
mit sanfter, beruhigender Stimme. Das gleichzeitige Streicheln erhöht beim
Welpen das Gefühl, den Eindruck, nun etwas richtig gemacht zu haben.
Ein Hund hört ca. 10 mal so laut wie ein Mensch, daher ist es auch nicht
notwendig den Hund anzubrüllen. Der Hund, welcher gerade in der Suche nach dem
richtigen Plätzchen in der neuen, ihm völlig unbekannten Umgebung - sprich Ihrer
Wohnung - total und innigst vertieft ist, erschrickt hundertprozentig bei oben
beschriebener Vorgehensweise. Dieses empfindet er als unangenehm, die
Streicheleinheiten und die sanften "Lobgesänge" von Frauchen oder Herrchen
jedoch als Angenehm. Auf diese Weise bekommen die meisten Welpenkäufer die
natürlich erst mit der 12. Lebenswoche verkauften Welpen binnen 3 - 4 Tagen
"stubenrein".
Hilfs- oder ergänzend wirkende Methode: - Die sanfte Zeitungsmethode -
Da Ihr Welpe nun schon im Hause so ein paar Lieblingsplätze haben wird,
empfiehlt es sich, den Platz, welcher der Wohnungstür am Nächsten gelegen ist,
zwar zu reinigen, jedoch nicht mit Essig zu behandeln. Legen Sie an diese Stelle
4-5 Bögen geruchsarmes Papier (Druckerschwärze - sprich Tageszeitungen
übertünchen eventuell die Restgerüche, nach welchen der Hund suchen wird). Der
Hund wird bei der Suche nach den gewohnten Gerüchen die Notdurft auf der mit dem
Papier abgedeckten Stelle verrichten. Entfernen Sie danach die 2 - 3 oberen
Lagen, ziehen Sie die restlichen jeweils um 50 - 100 cm weiter in Richtung Tür,
Reinigen Sie nun die letzte Stelle. Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis das
Papier unmittelbar vor der Wohnungstür liegt. Dort wiederholen Sie den Akt 3-4
mal.
Spätestens beim 5. mal legen Sie das Papier hinter die Wohnungstür. Der Hund
wird sich dann entweder durch bellen, jaulen oder kratzen an der Tür bemerkbar
machen.
KOMMANDO FUß: Halten sie die Leine in der rechten Hand. Der Hund sollte an ihrer linken Seite sitzen. Gehen sie nun relativ zügig los und geben Sie das Kommando "Fuß" oder "Bei Fuß". Der Hund sollte mit seinem Kopf links, etwa auf Kniehöhe des Besitzers sein, damit er erkennen kann wenn Richtung oder Tempo geändert werden. Ein Leckerli in der geschlossenen Linken Hand motiviert den Hund an ihrer Linken Seite zu bleiben. Wenn der Hund zögert oder zurück bleibt, locken Sie ihn vorwärts. Wenn der Hund stark nach vorn oder zur Seite zieht, korrigieren Sie mit einen kurzen Leinenruck, so das er wieder an der Linken Seite landet. Dort wird er dann während des Gehens gelobt und gestreichelt. Hilfereich ist es auch an einer Begrenzung, zum Beispiel einen Zaun entlang zu gehen. Ziehen Sie den Hund nie langsam heran, sonst hält er immer mehr dagegen. Damit erziehen Sie einen Hund, der ständig an der Leine zerrt.
KOMMANDO STOP." Stopp!"
wird an Bordsteinkanten hart trainiert und funktioniert dann auch schnell in
anderem Gelände. "Stopp!" wird an Bordsteinkanten nur anfangs gesagt. Später
muss der Hund selbst wissen, dass er nicht ohne ausdrücklichen Befehl auf die
Fahrbahn laufen darf. "Sitz!" sind aus drei Gründen unpraktisch im
Straßenverkehr:
1. Das Aufstehen macht vor allem den älteren Hund träger als nötig. Bei kurzen
Grünphasen für Fußgänger stehen Sie so leicht zweimal vor der roten Ampel oder
Sie behindern den Verkehr.
2. Bei nassem Wetter setzen sich manche Hunde gar nicht gerne hin. Sie würden
sich ja auch schmutziger machen als nötig.
Kann der Hund Sie sehen, heben Sie zu "Stopp!" den rechten Arm senkrecht in die
Höhe. "Stopp!" können Sie z.b. sagen, wenn Sie mit den Hunden an der Wohnungstür
ankommen, die Sie noch aufschließen müssen und jedes mal, wenn Sie aus anderen
Gründen anhalten. "Stopp!" ist immer gut auf Ausstellungen oder einfach für ein
nettes Foto. Hierfür ist wichtig, dass der Hund mit diesem Kommando keine Angst
verbindet, denn sonst wären seine Ohren unschön angelegt. Diesen Befehl können
Sie bei nassem, schmierigem Untergrund statt "Platz!" verwenden, weil manche
Hunde sich, wie gesagt, nicht gerne nass machen. Voraussetzung dafür ist, dass
die Situation nicht tatsächlich brenzlich ist, denn sonst ist "Platz!" das im
Gelände schärfer geübte Kommando. "Stopp!" ist gut, um den Hund bequem zu
kämmen, zu baden und wenn das Tier vor dem Tierarzt steht.
Der Befehl ist auch gut, wenn der Hund während einer Übung in die falsche
Richtung läuft. Durch das Stoppen haben Sie wieder seine volle Aufmerksamkeit.
Sie können ihm dann die richtige Richtung in aller Ruhe mit dem ausgestreckten
Arm und Zeigefinger oder mit der Gerte zeigen. Ein Hund, der durch Fingerzeig zu
positiven Momenten verholfen bekam, wird sich die Richtung gerne zeigen lassen.
So können Sie schon dem Welpen helfen, durch dieses Richtungweisen und "dahin!"
- Sagen etwas zu finden, was ihm Freude macht. Bei hütenden Hunden wird dieses
Richtungweisen bis zur Perfektion geübt.
KOMMANDO KEHRT: Kehrt ist ein, der eine 180 grad
Wendung bedeutet. Kehrt übt man am Umkehrpunkt, wenn man mit dem Hund bewusst
einen Weg gewählt hat, den man genauso wieder zurückgehen will wie man gekommen
ist. Der Hund ist in dem Moment vor einem, hört ein Kehrt und sieht sie auf dem
Absatz kehrt machen und in Gegenrichtung loslaufen. Kehrt übt man, wenn man dem
Hund Stöckchen oder Bällchen wirft in einem Moment in dem man nur so getan hat
als hätte man geworfen. Der gestartet Hund macht kehrt und sieht sie in andere
Richtung werfen. Kehrt ist das Kommando das der Hund nachgerufen bekommt, wenn
er sich zu weit entfernt oder an seinem Stöckchen vorbei läuft. Bei manchen
Hunden funktioniert "Kehrt" sogar während der Hasenjagd die dadurch abgebrochen
werden kann. Kommando Platz ist im Ernstfall jedoch sicherer!!
KOMMANDO KOMM: Während Sie sein Futter bereiten, Rufen sie den Hund mit seinem Namen und dem Kommando Komm. Möchte der Hund ihnen schon vorher folgen, sollte er durch ein Familienmitglied solange festgehalten werden bis das Kommando ertönt. Ist der Hund dann angekommen, wird er überschwänglich gelobt und gestreichelt. Ist dies einige male gut gegangen, verlegt man die Übung ins freie, anfänglich am besten in den Garten. Geben sie das Kommando wenn der Hund sowieso gerade zu ihnen unterwegs ist. Diese Situation kann man zum Beispiel dadurch herbeiführen indem man sich in die Entgegengesetzte Richtung entfernt. Um den Anschluss nicht zu verlieren, wird der Hund ihnen irgendwann folgen.
KOMMANDO SITZ:. Diese Übung
wird anfangs nur an der Leine geübt. Halten Sie die Leine in der linken Hand. In
der rechten Hand halten Sie ein Leckerli. Der Hund befindet sich an Ihrer linken
Seite. Halten Sie das Leckerli so, dass der Hund nach oben schauen muss. Warten
Sie solange, bis der Hund sich von selbst setzt, weil er so bequemer nach oben
sehen kann.
Sitzt der Hund, gibt man nun das Kommando und wartet einen Moment, bevor er das
Leckerli erhält. Loben und streicheln Sie den Hund ausgiebig. Ein Kraulen seiner
Brust ist dabei zweckmäßig, weil dadurch die Sitzhaltung unterstützt wird.
Hat der Hund das Kommando “Sitz” verstanden, bekommt er nur noch ab und zu ein
Leckerli.
Sollte Sie mit dieser Methode keinen Erfolg haben, halten Sie den Hund mit der
rechten Hand am Halsband fest, und drücken Sie mit der linken seine Kruppe
sanft, aber bestimmt in Richtung Boden. Geben Sie währenddessen das Kommando
“Sitz”. Anschließend nicht vergessen, das Tier zu loben.
Im Gegensatz zum Befehl "Platz!", der dem Hund eine Menge Geduld und Ausdauer
abverlangen kann, wenn die Ablege - Übung auf über eine Stunde ausgedehnt wird,
sitzen die Hunde nach "Sitz!" regelrecht in den Startlöchern und erwarten das
nächste Kommando. Während man Platz - haltende Hunde nach Möglichkeit abholen
sollte, indem ich bis zu ihnen hin geht und erst nach dem Loben und Belohnen die
Zauberformel "Auf, auf!" spricht, dient "Sitz!" immer dem kurzfristigen Warten
auf die nächste Aktion. Das ist schon deshalb zweckmäßig, weil Hunde wie Wölfe
von Natur aus nicht lange sitzen. Entweder bewegen sie sich bald weiter, oder
sie legen sich nieder.
Der Welpe lernt am schnellsten sich zu setzen, wenn Sie "Sitz!" schon einige
Male gesagt haben, während er sich ohnehin gerade setzte. Erregen Sie mit dem
Wort "Sitz!" seine Aufmerksamkeit. Loben Sie ihn und halten Sie ihn solange in
der Sitz-Position fest. Ein Leckerli und "Auf, auf!" kann diese Übung
abschließen. Haben Sie diese Übung mehrmals wiederholt, sagen Sie dem Hund
"Sitz!", wenn er gerade neben Ihnen in der Küche steht. Sobald er sich setzt,
loben und belohnen Sie ihn. Versteht er Sie nicht, helfen Sie nach, indem Sie
ihn sanft in die gewünschte Position drücken. Loben und belohnen Sie ihn dann
wieder, bevor Sie ihn aufstehen lassen. Verbinden Sie mit "Sitz!" eine
charakteristische Handbewegung. Ich habe immer den erhobenen Zeigefinger
gezeigt, den ich dann nach unten gewendet habe. Wenn der größere Hund später
Kombinationsübungen lernt, in denen "Sitz!" ein Bestandteil ist, wie beim
Apportieren vor "Aus!", genügt bald diese Handbewegung zur Erinnerung, denn Sie
wollen ja nicht ständig alle Kommandos sagen müssen
KOMMANDO PLATZ: Nehmen Sie
ein Leckerli in die rechte, die Leine in die linke Hand. Lassen Sie den Hund an
Ihrer linken Seite sitzen und gehen Sie in die Hocke. Die linke Hand hält die
Leine vor dem Hund straff am Boden. Führen Sie nun die rechte Hand mit dem
Leckerli ein wenig entfernt vom Hund von oben an der Hundenase vorbei nach unten
auf den Boden. Wenn der Hund mit Vorderkörper und Hinterteil am Boden ist,
nennen Sie das Kommando. Anschliessend loben Sie ihn ausgiebig und streicheln
ihm über den Rücken.
Funktioniert diese Methode nicht, gehen Sie neben Ihrem Hund in die Hocke, und
ziehen Sie die Leine mit der rechten Hand nach unten vorn. Drücken Sie
gleichzeitig mit der linken Hand den Widerrist des Hundes nach unten, und sagen
Sie “Platz”. Liegt der Hund dann, streicheln und loben Sie ihn.
Die Stopp-Wirkung durch "Platz!" gerade auf den herumtobenden oder jagenden Hund
ist in unserer straßenreichen Gesellschaft lebenswichtig. Mit "Platz!" vor
Eingängen von Läden, Arztpraxen usw. kann man seinen Hund auch mal längerfristig
ablegen. (Ein zusätzliches Kommando wie "Bleib!" benötigt man nicht, wenn der
Hund "Platz!" nur in Verbindung mit dem Aufhebe-Befehl "Auf, auf!" kennengelernt
hat.) Üben Sie dieses Kommando gewissenhaft!
Am besten fangen Sie bei einem Welpen an, dem Sie "Platz!" zunächst nur sagen,
wenn er sich ohnehin gerade legt. Man kann so seinem Hund so von der ersten
Stunde an jede Aktion erklären, die man beobachtet und zu der es später ein
Gleichlautendes Kommando gibt. Hat sich der Welpe eingelebt, sagen Sie ihm
mehrmals täglich "Platz!", drücken ihn vorsichtig zu Boden und ziehen die
Vorderpfoten nach vorne, so dass er die Position einnimmt, die Sie meinen. So
loben und belohnen Sie ihn, während Sie ihn unten halten. Sagen Sie dann "Auf,
auf!". Entlassen Sie ihn damit zu einer Spielrunde. Schnell lernt er, dass diese
Aktion mit Lob und Futter verbunden ist. Üben Sie mit dem hungrigen Welpen. Er
wird sich mit Begeisterung hinlegen und wirkt richtig stolz auf seinen Erfolg.
Üben Sie dann strenger. Der Hund kennt das Kommando ja bereits, weiß also was
Sie wollen. Üben Sie jetzt, wenn der Hund in Ihrer Nähe ist und sich nicht
drücken kann. Üben Sie z.B. in der Küche und mit dem angeleinten Welpen auf
Spaziergängen. Legt er sich nicht unverzüglich hin, wenn Ihr leise gesprochenes
"Platz!" ertönt, bekommt er einen Schubs oder einen Klaps zur Erinnerung. Seien
Sie nicht zu vorsichtig. Setzen Sie sich durch! Legen Sie ihn hin! Diese Übung
kann, wie gesagt, lebenswichtig sein. Denken Sie an die Situation, den jagenden
Hund stoppen zu müssen, der auf eine Straße zu rennt. Legt er sich hin, sagen
Sie kurz "brav!" oder ein anderes Lob und dann noch mal leise, aber mit tiefer
Stimme "Platz!" und lassen Sie ihn für einen Moment, später für einige Minuten,
dann auch länger, liegen. Am besten beobachten Sie ihn solange streng und ruhig
ohne etwas zu sagen.
Eine charakteristische Handhaltung sollte sich zusätzlich einprägen. Halten Sie
eine Hand flach ca. 30 cm über dem Boden. Diese Haltung mag den Hund an das
Niedergedrückt werden erinnern und stellt zudem eine Haltung dar, die wir
normalerweise nicht einnehmen, die also unverwechselbar ist.
Beim Loben darf er noch nicht aufstehen, halten Sie ihn unten bis Sie "Auf,
auf!" gesagt haben und spielen Sie dann mit ihm. Üben Sie zunächst zu Hause,
dann draußen mit Leine, später ohne, während der Spielphasen und wenn er zur
Jagd ansetzt. Gehen Sie ruhig öfter mal weg vom Platz - haltenden Hund. Er wird
Ihnen folgen wollen. Er muss auch dann liegen bleiben, wenn Sie außer Sicht
sind. Vergessen Sie dabei nicht, dass Sie ihn beobachten können müssen. Bleiben
Sie streng. Niemals darf auf "Platz!" eine andere Handlung des Hundes
durchgehen, als sich hinzulegen und liegen zu bleiben. Konsequenz ist hier
äußerst wichtig!
Auch das Kommando "Komm!" kann so besser geübt werden: Läuft Ihr Hund, statt zu
Ihnen zu kommen, in die falsche Richtung, nageln Sie Ihn mit "Platz!" erst
einmal fest. Holen Sie ihn ab und gehen Sie mit ihm zu dem Ort zurück, zu dem er
kommen sollte. Dieses Ritual kostet einen Moment seiner Freizeit und der Hund
wird es bald abkürzen, indem er gleich kommt, um schnell wieder frei zu sein.
Ebenso hilft das Kommando den auf und davon galoppierenden Junghund bei sich zu
halten. Gerät er an die Grenze Ihres Einwirkungsbereichs rufen Sie "Platz!". Er
war zu schnell und muss auf Sie warten. Bald wird er wissen, wo seine Vorlauf-
und Zurückbleib-Grenze ist und die lästige Pause vermeiden.
SO, UND NUN NOCH VIEL SPASS UND GLÜCK BEIM ERZIEHEN IHRES HUNDES
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD DES HUSKYS!!!!
Der Siberian Husky ist ein mittelgroßer
Arbeitshund, schnell, leichtfüßig, frei und elegant in der Bewegung. Sein
mäßig kompakter, Dichtbehaarter Körper, die aufrecht stehenden Ohren und die
buschige Rute weisen auf die nordische Herkunft hin. Seine charakteristische
Gangart ist fließend und anscheinend mühelos. Er ist nach wie vor äußerst
fähig, seine ursprüngliche Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen und leichtere
Lasten in mäßigem Tempo über große Entfernungen zu ziehen. Die Proportionen
und die Form seines Körpers spiegeln dies grundlegend ausgewogene Verhältnis von
Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer wider.
Die Rüden sind maskulin, aber niemals grob; die Hündinnen sind feminin, aber
ohne Schwächen im Aufbau. Ein Siberian Husky in richtiger Kondition, mit gut
entwickelten, straffen Muskeln, hat kein Übergewicht.
GRÖSSE, PROPORTION, SUBSTANZ
Widerristhöhe: Rüden: 53,00 - 60,00 cm
Hündinnen: 50,00 - 56,00 cm
Gewicht: Rüden: 20,00 - 30,00 kg
Hündinnen: 15,00 - 25,00 kg
Das Gewicht steht im richtigen Verhältnis zur Widerristhöhe. Die genannten
Größen und Gewichte bezeichnen die äußersten Grenzen ohne einem Extrem den
Vorzug zu geben. Übermäßige Knochenstärke oder Übergewicht sollte bestraft
werden. Die Länge des Körpers, gemessen vom Schultergelenk bis zum
Sitzbeinhöcker, übertrifft ein wenig die Widerristhöhe.
DER KOPF
AUSDRUCK: durchdringend,
aber freundlich; interessiert und sogar schelmisch.
AUGEN: mandelförmig,
mäßig auseinanderliegend und etwas schräg gelagert. Die Augen können braun oder
blau sein, wobei ein braunes und ein blaues Auge sowie mehrfarbige Augen zu
akzeptieren sind.
FEHLER: zu schräg oder
zu dicht beieinander liegende Augen.
OHREN: von mittlerer
Größe, dreieckig, eng beieinanderstehend und hoch angesetzt. Sie sind dick, gut
behaart, hinten leicht gewölbt, aufrecht stehend, mit leicht abgerundeten,
aufgerichteten Spitzen.
FEHLER: zu groß im
Verhältnis zum Kopf; zu weit auseinanderstehend; nicht fest aufrechtstehend.
SCHÄDEL: von mittlerer
Größe und passend zum Körper, oben leicht gerundet und sich von der breitesten
Stelle zu den Augen hin verjüngend.
FEHLER: plumper oder
schwerer Kopf; zu fein gemeißelter Kopf.
STOP: gut ausgeprägt;
das Nasenbein ist gerade vom Stop bis zur Nasenspitze.
FEHLER: nicht genügend
ausgeprägter Stopp.
FANG: von mittlerer
Länge, das heißt, der Abstand von der Nasenspitze bis zum Stop ist gleich dem
vom Stop bis zum Hinterhauptbein. Der Fang ist von mittlerer Breite, sich zur
Nase hin allmählich verjüngend, jedoch nicht spitz oder breit endend.
FEHLER: Fang entweder
zu fein oder zu grob, zu kurz oder zu lang.
NASE: schwarz bei
grauen, lohfarbenen und schwarzen Hunden; leberfarben bei kupferfarbenen Hunden;
bei rein weißen Hunden kann sie fleischfarben sein. Die rosastreifige
"Schneenase" ist zu akzeptieren.
LEFZEN: sie sind gut
pigmentiert und eng anliegend.
ZÄHNE: Scherengebiss.
FEHLER: jede
Abweichung vom Scherengebiss.
HALS, OBERE LINIE, KÖRPER
HALS: mittlere Länge,
gebogen, im Stand stolz aufgerichtet. Im Trab ist der Hals so gestreckt, dass
der Kopf leicht vorgelagert getragen wird.
FEHLER: Hals zu kurz
und dick, zu lang.
BRUSTKORB: Tief und
kräftig, aber nicht zu breit; der tiefste Punkte liegt unmittelbar hinter und
auf gleicher Höhe mit den Ellenbogen. Die Rippen sind gleich am Ansatz an der
Wirbelsäule gut gewölbt, an den Seiten aber flacher, um einen freien
Bewegungsablauf zu erlauben.
FEHLER: Brust zu
breit; tonniger Brustkorb; Rippen zu flach oder schwach.
RÜCKEN: gerade und
kräftig, mit von den Schulterblättern zur Kruppe waagerecht verlaufender oberen
Linie. Er ist von mittlerer Länge, weder verhältnismäßig kurz noch nachgebend
wegen übermäßiger Länge. Die Lende ist straff und trocken bemuskelt, schmaler
als der Rippenkorb und leicht gewölbt. Kruppe abfallend, doch niemals so steil,
dass das Abfußen der Hinterläufe beeinträchtigt wird.
FEHLER: Matter oder
nachgebender Rücken; gewölbter Rücken; abfallende obere Linie.
RUTE: die gut behaarte
Rute in Form einer Fuchslunte ist eben unterhalb der oberen Linie angesetzt und
wird, wenn der Hund aufmerksam ist, üblicherweise in einem eleganten,
sichelförmigen Bogen über den Rücken getragen. Dabei soll sich die Rute weder an
der einen noch an der anderen Seite des Körpers ringeln, auch soll sie nicht
flach auf den Rücken gedrückt werden. Eine hängende Rute ist normal, wenn der
Hund ruhig und gelassen steht. Das Haar an der Rute ist mittellang und rundum
annähernd gleich lang, wodurch die Rute wie eine runde Bürste aussieht.
FEHLER: angedrückte
oder eng geringelte Rute; sehr buschige Rute; Rute zu tief oder zu hoch
angesetzt.
VORDERHAND
SCHULTER: das
Schulterblatt gut zurückliegend. Der Oberarm ist vom Schultergelenk zum
Ellenbogen etwas nach hinten gerichtet und nie senkrecht zum Boden. Die Muskeln
und Bänder, die die Schulterblätter am Rippenkorb halten, sind straff und gut
entwickelt.
FEHLER: steile
Schultern; lose Schultern.
VORDERLÄUFE:
von vorne
betrachtet, stehen die Läufe in mäßigem Abstand auseinander, parallel und
gerade, wobei die Ellenbogen eng am Körper anliegen, weder ein- noch ausgedreht.
Von der Seite betrachtet, sind die Vordermittelfüße etwas nach vorne gerichtet;
die Vorderfusswurzelgelenke sind kräftig, aber biegsam. Die Knochen sind
substanzvoll, aber nie schwer. Die Länge der Läufe vom Ellenbogen bis zum Boden
ist etwas größer als der Abstand vom Ellenbogen zum Schulterblattkamm.
Afterkrallen an den Vorderläufen können entfernt sein.
FEHLER: schwache
Vordermittelfüße; zu schwere Knochen; zu enger oder zu weiter Stand;
ausgedrehte Ellenbogen.
PFOTEN: oval, aber
nicht lang, von mittlerer Größe, kompakt und gut behaart zwischen den Zehen und
Ballen. Die Ballen sind widerstandsfähig und dick gepolstert. Bei natürlichem
Stand zeigen die Pfoten weder nach innen noch nach außen.
FEHLER: nachgebende
oder gespreizte Zehen; Pfoten zu groß und plump, zu klein und zart; zeheneng
oder zehenweit.
HINTERHAND
Von hinten betrachtet stehen die Läufe in mäßigem Abstand auseinander und
parallel. Die Oberschenkel sind gut bemuskelt und kraftvoll, die Knie gut
gewinkelt, die Sprunggelenke zeichnen sich gut ab und sind bodennah plaziert.
Afterkrallen, falls vorhanden, sollen entfernt sein.
FEHLER: gestrecktes
Knie, kuhhessig, zu enger oder zu weiter Stand.
HAARKLEID
Das Haarkleid des Siberian Husky ist doppelt und mittellang, hat ein schönes,
pelzartiges Aussehen, ist aber niemals so lang, dass es die klaren Außenlinien
des Hundes verdeckt. Die Unterwolle ist weich und dicht und von genügender
Länge, um das Deckhaar zu stützen. Die längeren, steifen Haare des Deckhaares
sind gerade und etwas anliegend, nie harsch und nicht gerade abstehend vom
Körper. Es sollte beachtet werden, dass das Fehlen der Unterwolle während des
Haarwechsels normal ist. Das Kürzen der Tasthaare sowie der Haare zwischen den
Zehen und um die Pfoten herum ist erlaubt, um ein gepflegtes Äußeres zu
betonen. Das Trimmen des Haarkleides an jeder anderen Stelle ist nicht
verzeihlich und sollte streng bestraft werden.
FEHLER: langes, raues
oder struppiges Haarkleid; zu harsche oder zu seidige Textur; getrimmtes
Haarkleid, außer an den erlaubten Stellen.
FARBE
Alle Farben von schwarz bis rein weiss sind erlaubt. Eine Vielfalt von
Zeichnungen am Kopf ist üblich, einschliesslich mancher auffallender Muster, die
bei anderen Rassen nicht zu finden sind.
GANGART
Sie ist schwungvoll und scheinbar mühelos. Der Siberian Husky ist flink und
leichtfüßig. Im Ausstellungsring sollte er an einer locker hängenden Leine in
einem mäßig schnellen Trab vorgestellt werden, dabei guten Vortritt und Schub
zeigend. Der sich im Schritt bewegende Siberian Husky, von vorne nach hinten
betrachtet, zeigt keinen Bodenengen Gang; doch wenn er schneller läuft,
tendieren die Läufe nach und nach zur Mitte hin, bis die Pfoten auf eine Linie
gesetzt werden, die genau unter der Längsachse des Körpers verläuft. Wenn die
Abdrücke der Pfoten sich decken, bewegen sich die Vorder- und Hinterläufe
geradeaus gerichtet, ohne dass die Ellenbogen oder Kniegelenke weder ein- noch
ausdrehen. Die Läufe bewegen sich parallel. Während der Bewegung bleibt die
obere Linie straff und gerade.
FEHLER: kurze,
tänzelnde, unruhige, schwerfällige oder rollende Gangart, kreuzend oder schräg
laufend.
TEMPERAMENT
Das charakteristische Temperament des Siberian Husky ist freundlich, sanftmütig, aufmerksam und kontaktfreudig. Er zeigt nicht die besitzbetonenden Eigenschaften eines Wachhundes, noch ist er allzu misstrauisch gegenüber Fremden oder aggressiv gegenüber anderen Hunden. Von einem erwachsenen Hund darf ein gewisses Maas an Zurückhaltung und Würde erwartet werden. Seine Intelligenz, Lenkbarkeit und sein Eifer machen ihn zum angenehmen Gefährten und willigen Arbeiter.
ZUSAMMENFASSUNG
Die wichtigsten Rassemerkmale des Siberian Husky sind mittlere Größe,
angemessene Knochenstärke, harmonische Proportionen, leichte und freie
Bewegungen, richtiges Haarkleid, ansprechender Kopf und ansprechende Ohren,
korrekte Rute und gute Wesensart. Bestraft werden sollten schwere Knochen,
übermäßiges Gewicht, gebundene oder schwerfällige Gangart, langes, raues
Haarkleid. Ein Siberian Husky sollte nie so schwer oder grob erscheinen wie ein
Zughund, aber auch nicht so leicht und zart wie ein Rennhund. Rüden und
Hündinnen sollen erkennen lassen, dass sie zu großer Ausdauer fähig sind.
außer den oben erwähnten Fehlern sind morphologische Fehler, die alle Rassen
gemeinsam haben, beim Siberian Husky ebenso unerwünscht, wie bei jeder anderen
Rasse, auch wenn sie hier nicht besonders erwähnt sind.